Angelhose Savage Gear Black Savage Trousers im Test

Kein anderer Softfaktor hat so großen Einfluss auf einen Angeltag wie die richtige Kleidung. Das musste ich im vergangenen Herbst feststellen, als bei einem plötzlichen Wolkenbruch die altgediente Angelhose offiziell ihren Renteneintritt bekannt gab. Ersatz musste her und die Wahl fiel auf die Savage Gear Black Savage Trousers*. Warum, und wie sich das fesche Beinkleid in der Praxis schlägt, lest ihr in diesem Review.

Das Anforderungsprofil an (m)eine wetterfeste Angelhose ist schnell umrissen:

  • wasserdicht
  • atmungsaktiv
  • robust
  • kleines Packmaß
  • Schnelleinstieg
  • bequem
  • nicht grün
  • nicht zu teuer

Die ersten drei Punkte erklären sich eigentlich von selbst. Gerade in puncto „Robustheit“ sollte eine vernünftige Angelhose nicht zimperlich sein. Auf Spinnfisch-Tour hat man es öfter mal mit Gestrüpp, Zäunen und dergleichen Unbill zu tun.

Die Reißverschlüsse der Angelhose Black Savage Trousers sind wasserdicht.

Wasserdicht: Die Reißverschlüsse der Black Savage Trousers halten zuverlässig dicht. Foto: tackle-tester

„Kleines Packmaß“ aus dem einfachen Grund, weil ich die Hose immer als Option dabeihaben möchte, falls es plötzlich regnet oder es (mir zu) kalt wird. Deshalb ist mir auch der Schnelleinstieg mit angezogenen Schuhen wichtig.
Auch das geforderte Attribut „bequem“ muss man eigentlich nicht näher erläutern. Schließlich trägt man das Beinkleid ja oft über mehrere Stunden und dann als äußerste Schicht. Das heißt: Die Hose muss zwingend über vernünftige Größen-Einstellmöglichkeiten am Bund verfügen, damit sie mit wechselndem Unterzeug passt.
Zum Punkt „nicht grün“: Der Förster- bzw. Tarn-Look ist einfach nix für mich.
Das Preis-Leistungsverhältnis ist immer so eine Sache. Meine Erfahrung ist da leider recht deutlich: Billig kauft man in der Regel zweimal oder öfter.

Nach längerer Recherche und dem Besuch diverser Outdoor-Shops habe ich mir testweise die Black Savage Trousers kommen lassen. Rein von den Produktfeatures machte die Buchse ja auf jeden Fall schonmal einen passenden Eindruck.

Features

  • 100% Nylon Taslon Shell Gewebe mit DWR-Beschichtung.
  • 100% Wasserdicht mit PU Membran mit einer Wassersäule von 8.000mm und Atmungsaktivität von 5.000mvp
  • Getapte Nähte
  • 100% Polyester Mesh Lining unter dem Knie. Der Rest mit 100% Polyester Taffeta Lining
  • Erweiterter Klettverschluss zum Justieren an der Taille
  • Hoher Rückenpart für perfekte Passform
  • 2 wasserdichte Seitentaschen mit Reißverschluss und eine wasserdichte Reißverschluss-Oberschenkeltasche
  • Verstärkt am Innenbein gegen Verschleiß
  • Wasserdichter Reißverschluss am Beinende mit Windschutzleiste und Klettverschluss
  • Außerdem: grau/schwarz
Flexibel: Klettverschlüsse am Bund der Savage Gear Black Trousers sorgen für Tragekomfort.

Flexibel: Klettverschlüsse am Bund sorgen für Tragekomfort. Foto: tackle-tester

Ausgepackt setzte sich der gute erstmal Eindruck fort. Die Nähte waren sauber gesetzt, alle Reißverschlüsse funktionierten hakelfrei. Die Klettverschlüsse machten einen soliden Eindruck und sind auch ausreichend groß. Ein bisschen Zweifel hatte ich bei der Schnelleinstieg-Anforderung. Zwar lassen sich die Beinteile mittels großer Reisverschlüsse weit öffnen und der Einstieg mit Sneakern ist kein Problem, mit den höheren und steiferen Draußen-Schuhen war das allerdings deutlich schwieriger.

Perfekte Paßform mit Einstellmöglichkeiten

Nicht zu weit nicht zu eng. Ausgehend von einer Funktion als letzte Schicht vor draußen hat Savage Gear der Black Savage Trousers eine optimale Beinweite verpasst. Thermo-Unterwäsche + Jeans passen perfekt unter die Hose ohne, dass die Bewegungsfreiheit über Gebühr eingeschränkt wird. Dafür sorgt auch die vorgeformte Kniepartie.

Die bereits erwähnten Einstellmöglichkeiten am Bund sind wirklich eine gute Sache. Mit zwei Handgriffen lässt sich das Beinkleid ideal auf den aktuell benötigten Umfang abstimmen. Das sorgt nebenbei auch für Zukunfts-Sicherheit in puncto Bauchumfang 😉

Gut durchdachtes Feature: Der Reißverschluss ermöglicht das Anziehen der Savage Gear Black Savage trotz Schuhen.

Gut durchdachtes Feature: Der Reißverschluss ermöglicht das Anziehen trotz Schuhen. Per Klettverschluss stellt man die Weite ein. Foto: tackle-tester

Weitere Einstellmöglichkeiten mittels Klettverschluss gibt es an den ansonsten recht weiten Hosenbeinen. So lässt sich leicht verhindern, dass man sich dauernd auf die Hose tritt, und der kalte Wind bleibt draußen. Die Größenangaben (S-XXL) sind treffend. Mit meinen 1,85 Metern passt mir die Größe L hervorragend.

Fazit nach einer Halb-Saison im Einsatz

Savage Gear hat mit der Black Savage Trousers eine gut durchdachte und sehr funktionale Angelhose im Angebot. Nach einer harten Testphase mit mehr Regeneinsätzen als es mir lieb war, zeigt die Buchse weiterhin kaum Schwächen. Die DWR-Beschichtung hält zuverlässig trocken, auch im Nahtbereich – klassische Schwachstelle von Regenbekleidung – bin ich bisher ohne Nachimprägnierung ausgekommen.

Auch das Tascheninnere bleibt selbst bei Starkregen zuverlässig trocken. Beim Streifzug durchs Unterholz ist die Black Savage Trousers ein treuer Begleiter und hat bisher allem Dornengestrüpp erfolgreich getrotzt.

Zusammengerollt nimmt sie dabei kaum mehr Platz in Anspruch als ein kleines Lunchpaket. Ein großes Plus ist dabei für mich die Flexibilität: Im Sommer sorgt sie dank Atmungsaktivität für angenehmes Klima und im Winter ist sie dank zahlreicher Einstellmöglichkeiten die ideale letzte Schicht. Fazit: Extrem flexibler und zuverlässiger Begleiter nicht nur an Schlechtwettertagen!

Hier auch nochmal alle Features der Black Savage Trousers* im Bewegtbild.

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